Gesellschaft für Studium u. Therapie der Menopause u. Osteoporose

Das Ziel der GESMOS e.V. ist die Verbesserung der Diagnostik und Therapie der Menopause und der Osteoporose.
In diesem Zusammenhang stellt sich insbesondere das Problem hormonaler Altersfragen.
Hierzu werden vom Verein Untersuchungen zur Erforschung der Menopause und der Osteoporose durchgeführt. Es bestehen Beziehungen und Kontakte zu nationalen und internationalen Gesellschaften und Vereinen.
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Was genau ist die „Menopause“?

Das Klimakterium ist als eine Übergangsphase zu betrachten, die sich als Prä-, Peri- und Postmenopause über mehrere Jahre erstreckt. Nach Abschluss der reproduktiven Phase folgt mit der Menopause, also dem Aufhören der Menstruation, ein markanter Einschnitt im Leben der Frau. Normalerweise wird die Phase der zyklischen Ovarialfunktion („die Tage“, „Periode“) nicht abrupt beendet, sondern über die Rückbildungsphasen der Gelbkörperinsuffizienz, Follikelpersistenz und abnehmenden Östrogensekretion allmählich ausgeschlichen.

Neben einer Vielfalt von biologischen Prozessen kommt es häufig auch zu einschneidenden Veränderungen der persönlichen Lebenssituation in diesem Lebensabschnitt. Die psychischen und körperlichen Veränderungen betreffen häufig die Sexualität und können die Frau anfällig für Ängste machen oder den Grund für Trennungen vom Partner darstellen.

Dies ruft häufig intensive psychische Reaktionen hervor, die von der persönlichen Lebensgeschichte und dem sozialem Umfeld geprägt sind, wie z. B. der Abschied von der Jugend, von der Schönheit, von der Fähigkeit Kinder gebären zu können u.v.m).
Ebenso spielt der Stellenwert, der in unserer Gesellschaft der Schönheit und Funktionsfähigkeit des Körpers zukommt eine wesentliche Rolle. Frauen definieren sich heutzutage stärker über ihren Körper und vor allem über ihr Aussehen und werden von anderen danach beurteilt.
Zusätzlich zu den bekannten Beschwerden, wie Hitzewallungen und Schweißausbrüche, werden häufig folgende Klagen geäußert:

• depressive Verstimmungen
• Lust- und Antriebslosigkeit
• erhöhte Reizbarkeit
• allgemeinen Vitalitätsverlust
• Vergesslichkeit
• Müdigkeit
• Schlafstörungen
• Konzentrationsverlust
• Angst- und Panikgefühle
• Libidoverlust
• Dünnere und trockene Haut

Die Entdeckung der Beeinflussung psychischer Vorgänge durch Hormone hat dem medizinischen Denken neue Perspektiven eröffnet. Ein Zusammenhang zwischen Veränderungen der Psyche und des Sexualhormonhaushaltes kann in den verschiedensten Lebensphasen der Frau beobachtet werden – in der Pubertät, beim Prämenstruellem Syndrom, in der Schwangerschaft, bei depressiven Verstimmungen nach der Entbindung und auch in der Stillzeit.

Als Ursache dieser depressiven Verstimmungen wird ein niedriger Östrogenspiegel vermutet.
Zusammenfassend ist es im Klimakterium deshalb wichtig, neben der medizinischen Seite auch psychologische und gesellschaftliche Faktoren im Sinne einer ganzheitlichen Beratung und Behandlung zu berücksichtigen.