Definition Die Osteoporose ist eine Erkrankung des gesamten Skeletts, die durch eine niedrige Knochenmasse und pathologische Strukturveränderungen des Knochens charakterisiert ist. Als Folge kann es zu einer erhöhten Knochenbrüchigkeit und Frakturgefährdung kommen.
Die Größe der Knochenausgangsmasse sowie Ausmaß und Dauer des Knochenmasseverlustes bestimmen die Wahrscheinlichkeit des Auftretens einer Osteoporose.
Ursachen der Osteoporose

Genetische Faktoren
Die genetischen Faktoren bestimmen die Variabilität der Knochenmasse eines Erwachsenen zu 50-80%.

Störungen des Knochenumbaus
Ein Mißverhältnis zwischen mangelhaftem Knochenaufbau und erhöhtem Knochenabbau führt zu Osteoporose.

 
  • Beispiele für einen reduzierten Knochenaufbau:
    • Hypogonadismus (zu geringe Hormonproduktion der Keimdrüsen)
    • Cortison-Therapie
    • verminderte Wachstumsfaktoren
    • Alterseffekte
  • Beispiele für einen gesteigerten Knochenabbau:
    • Östrogenmangel
    • Hyperparatthyreoidismus (Überfunktion der Nebenschilddrüsen)
    • Hyperthyreose (Schildrüsenüberfunktion)


Ursachen der Osteoporose in verschiedenen Lebensabschnitten

In der Kindheit Im Erwachsenenalter In der Postmenopause Im fortgeschrittenen Alter
Störungen der Entwicklung der Knochenmasse durch Fehlernährung und pathologische körperliche Betätigung • verfrühte Menopause
• Ovarektomie (Eierstockentfernung) ohne Hormonersatz
• Ernährungsstörungen
• Laktasemangel (Enzymdefekt)
• Malabsorption (gestörte Nahrungsaufnahme)
• Hyperthyreose
• Diabetes mellitus
Erhöhter Knochenabbau durch Östrogenmangel • Reduktion der Osteoblastenfunktion
• altersbedingte Reduktion der Wachstumshormone
• Vitamin D3-Mangel